|
Je nach gewünschter
Geschwindigkeit wird mit dem Fahrventil (nicht abgebildet), das
sich vor dem Hochdruckschieber (rot) befindet, mehr oder weniger
Dampf in den Hochdruck - Zylinder (rot/gelb) geleitet. Jeder Takt
aller Kolben ist ein Arbeitstakt, d.h. die Schieber bestimmen, ob
der Dampf über den Kolben oder unter den Kolben
einströmt. Ist ein Kolben auf dem unteren bzw. auf dem
oberen Totpunkt angelangt, wird der Dampfstrom durch die Schieber
so umgelenkt, dass der Druck den Kolben in die andere Richtung
bewegt. Der durch den Arbeitstakt entspannte Dampf (gelb) wird
dem Mitteldruck - Zylinder (gelb/grün) zugeführt. Da
dieser bei dem abgefallenen Druck die gleiche Leistung erbringen
muss, ist sein Durchmesser erheblich größer, als der
seines Vorgängers. So kommt es, dass die Durchmesser der
Zylinder bei Expansionsmaschinen unterschiedlich sind. Nachdem
der Mitteldruck - Zylinder gearbeitet hat, gelangt der noch
weiter entspannte Dampf (grün) in den Niederdruck - Zylinder
(grün/blau). Hat der nun gänzlich entspannte Dampf
(blau) den ND - Zylinder verlassen, wird er dem Kondensator
zugeführt. Hier wird der Restdampf in den Aggregatzustand
"Wasser" heruntergekühlt, passiert ein Filter und wird in
die Kessel zurück gepumpt. Der Wasserkreislauf ist
geschlossen. Die Umsteuerung von Voraus auf Zurück erfolgt mit einer Kulisse, die sämtliche Schieber in ihre inverse Stellung bringt. Damit kehrt sich der Dampfeinlass in die Zylinder um und die Maschine dreht in die entgegengesetzte Richtung. Diese Umsteuerung ist extrem schneller, als es bei Dieselmaschinen möglich ist. Im unteren Teil der Abbildung befindet sich die Kurbelwelle (braun). |